Gewicht im Alter
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Abnehmen ist nicht immer das Ziel
„Weniger Gewicht ist besser". Diese Aussage begegnet uns im Leben immer mal wieder. Doch im höheren Alter stimmt sie so nicht mehr unbedingt. Dann dürfen es mitunter ruhig ein paar Kilo mehr sein. Warum das so ist und wann Gewicht wirklich zum Thema wird.
Manche Menschen werden im Alter ein paar Kilo zu viel einfach nicht los. Bei anderen ist es umgekehrt: Sie würden gern zulegen, doch das Gewicht will partout nicht steigen. Ein Grund dafür ist der Stoffwechsel, der mit den Jahren langsamer arbeitet. Die Fragen rund um das Gewicht begleiten uns oft ein Leben lang. Doch welches Gewicht ist in dieser Lebensphase eigentlich gesund?
Ein bisschen mehr schadet nicht
Anders als in jungen Jahren gilt jetzt: Ein kleines Polster ist eher von Vorteil. Fachleute setzen den günstigen BMI-Bereich ab etwa 65 Jahren höher an als bei Jüngeren – ungefähr zwischen 25 und 29. Der Gedanke dahinter: Kleine Reserven wirken bei einer Erkrankung oder einem Klinikaufenthalt wie ein Puffer, von dem der Körper zehren kann.
Warum sich das Gewicht verändert
Dass sich mit den Jahren etwas tut, ist ganz normal. Die Muskelmasse nimmt ab, der Fettanteil zu, und der Körper braucht dadurch weniger Energie. Hinzu kommt die Hormonumstellung: Sinkende Östrogen- und Testosteronwerte sorgen dafür, dass sich Fett stärker am Bauch sammelt. Und weil viele sich im Alter weniger bewegen, verstärkt sich das Ganze. Geht es dagegen ungewollt und deutlich nach unten, kann auch eine Erkrankung oder ein Medikament die Ursache sein.
Wenn die Kilos ungewollt schwinden
Ein ungewollter Verlust ist im Alter nicht selten das größere Problem. Appetit, Geruchs- und Geschmackssinn lassen nach, und auch Kummer oder eine Trauerphase können einem das Essen verleiden. Eine klare Grenze hilft bei der Einordnung: Wer ungewollt zehn Prozent seines Körpergewichts innerhalb eines halben Jahres verliert, sollte in die Hausarztpraxis gehen und den Gewichtsverlust abklären lassen. Denn es besteht die Gefahr einer Mangelernährung.
Untergewicht ist ein Risiko
Bekommt der Körper zu wenig Nährstoffe hat das ernste Folgen: Man wird wackliger auf den Beinen, stürzt leichter, Brüche heilen schwerer. Außerdem schwächt eine Mangelernährung auch das Immunsystem und Wunden heilen schlechter.
Ist eine Diät im Alter noch ratsam?
Wenn ein erhebliches Übergewicht besteht und der BMI über 30 liegt, ist eine Ernährungsumstellung sinnvoll, am besten begleitet durch die Hausärztin oder den Hausarzt. Crash-Diäten, Hungerkuren oder Schlankheitsmittel sind keine gute Idee, da sie Mangelerscheinungen und Muskelabbau fördern können.
Am Ende zählt ohnehin weniger die Zahl auf der Waage als das, was dahintersteht: gesund und ausgewogen essen und in Bewegung bleiben. Das ist in jedem Alter der beste Hebel.
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