Frage des Monats:
BMI – immer noch ein verlässlicher Wert?
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Er steckt in fast jeder Gesundheits-App und ist Thema im Arztgespräch. Ist der Body-Mass-Index noch zeitgemäß und sagt er überhaupt etwas über deine Gesundheit aus?
Der BMI ist praktisch, weil er sich in Sekunden aus Größe und Gewicht berechnen lässt und somit eine erste Einschätzung zu einem starken Übergewicht liefert. Doch er hat auch Schwachpunkte: Er unterscheidet nicht zwischen Fett und Muskelmasse und er erfasst nicht die Verteilung und die Art des Fettgewebes. Denn gerade das viszerale Fett am Bauch, das die inneren Organe umschließt, ist gesundheitlich besonders riskant. Ein muskulöser Mensch kann so rechnerisch „übergewichtig" sein, obwohl er topfit ist.
Deshalb setzen Mediziner:innen zusätzlich aufs Maßband.
Als gesund gilt bei Frauen ein Bauchumfang unter 80 Zentimeter, bei Männern unter 94 Zentimeter; kritisch wird es ab 88 beziehungsweise 102 Zentimetern. Zusätzlich dazu kann auch der „Taille-Hüft-Quotient“ ermittelt werden. Dazu misst man den größten Umfang über dem Gesäß.
Die Rechnung lautet dann: Bauch- bzw. Taillenumfang in Zentimeter geteilt durch den Hüftumfang in Zentimetern.
Für Frauen liegt der Grenzwert bei > 0,85 und bei Männern bei > 0,9.
Das Fazit: Der BMI ist eine erste grobe Orientierung. Zum ganzen Bild gehören Bauchumfang bzw. Hüftumfang, Vorgeschichte und dein persönliches Wohlbefinden dazu.