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Warum Frauenherzen anders warnen
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Warum Frauenherzen anders warnen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen und werden oft zu spät erkannt. Was sich nach den Wechseljahren verändert und wie du dein Herz gezielt stark hältst.
Lange galt der Herzinfarkt als „Männersache". Das Bild vom stechenden Schmerz in der linken Brust, der in den Arm ausstrahlt, hat sich tief eingeprägt. Bei Frauen zeigt sich ein Infarkt aber oft anders: Übelkeit, Atemnot, Schmerzen im Oberbauch, Rücken oder Kiefer, ungewohnte Müdigkeit, ein diffuses Druckgefühl in der Brust. Symptome, die mitunter als Magen-Darm-Beschwerden oder Stress eingeordnet werden. Das kann verhängnisvoll sein, denn im Ernstfall zählt jede Minute.
Was nach den Wechseljahren im Körper passiert
Die Wechseljahre sind viel mehr als nur Hitzewallungen. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, wirkt sich das auch auf Gefäße, Blutfette und den Stoffwechsel aus. Bei vielen Frauen steigen dann Blutdruck und das LDL-Cholesterin, während das HDL eher zurückgeht. Umgangssprachlich ausgedrückt: LDL ist das „schlechte“ Cholesterin, weil es sich an den Gefäßen ablagern kann. HDL ist das „gute“ Cholesterin, weil es überschüssiges Cholesterin wieder abtransportiert. Gleichzeitig sammelt sich oft mehr Bauchfett an, und der Körper verarbeitet Zucker und Fette nicht mehr so gut. Dadurch können sich die Blutgefäße leichter verengen. So steigt nach der Menopause auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Folge: Das Herzinfarktrisiko, das vor der Menopause bei Frauen deutlich niedriger ist als bei Männern, gleicht sich in den Jahren danach an.
Was du gezielt für dein Herz tun kannst
Werte regelmäßig checken. Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin ab 50 mindestens alle ein bis zwei Jahre kontrollieren lassen.
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Regelmäßige und moderate Bewegung, gut 20 Minuten täglich: zügiges Gehen, Schwimmen, Radfahren, Tanzen oder Walking.
Krafttraining zweimal pro Woche. Schon Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder leichten Gewichten schützen Herz, Stoffwechsel und Knochen.
Gut zu wissen: Gezieltes Krafttraining regt den Knochenstoffwechsel an und kann die Knochensubstanz erhalten oder sogar aufbauen. Durch regelmäßige Belastung signalisiert der Körper den Knochen: „Du musst robuster werden.“
Mediterran essen für die Herzgesundheit. Viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Olivenöl, Fisch 1–2-mal pro Woche, wenig rotes und verarbeitetes Fleisch.
Salz und Zucker dosieren. Versteckte Mengen in Fertigprodukten sind oft die eigentliche Falle. Es lohnt ein Blick auf die Zutatenliste.
Schlaf ernst nehmen. Sieben bis acht Stunden gelten als günstig. Chronischer Schlafmangel und unbehandelte Schlafapnoe (Schnarchen mit Atemaussetzern) sind Herzrisiken, besser ärztlich abklären.
Stress regulieren. Spaziergänge, Atemübungen, Hobbys, soziale Kontakte: Was hilft, ist individuell. Wichtig ist, dass es regelmäßig stattfindet.
Nicht rauchen, Alkohol reduzieren. Beides wirkt direkt auf Gefäße, Blutdruck und Herzrhythmus.
Bei Beschwerden konsequent reagieren. Bei plötzlicher Atemnot, Brustenge, ausstrahlenden Schmerzen, ungewohnter Schwäche oder anhaltender Übelkeit: 112 rufen. Besonders, wenn der Schmerz „diffus" wirkt.
Frauen-spezifische Risikofaktoren kennen. Bluthochdruck oder Diabetes in einer früheren Schwangerschaft (Gestationsdiabetes, Präeklampsie) erhöhen später im Leben das Herzrisiko.
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