Den Darm auf Trab halten
Lesedauer 2 min
Gesunde Verdauung
Darüber spricht man nicht gerne und doch kennen viele das Problem: Je älter wir werden, desto eher macht der Darm Probleme: Der Bauch fühlt sich schwer an, und das Wohlbefinden leidet. Doch mit diesen Ideen bringst du Schwung in deinen Alltag und in deinen Darm.
Dein Körper verändert sich und der Darm verändert sich mit. Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelkraft der Organe ab und die Darmbewegung verlangsamt sich. Der Magen entleert sich später, und der Stuhl bleibt länger im Darm liegen. Dazu kommen oft weitere Faktoren: Medikamente, von denen einige als Nebenwirkung Verstopfungssymptome auslösen können, weniger Bewegung, verändertes Essverhalten und – ganz wichtig – zu wenig Trinken spielen eine Rolle.
Trinken: Einfach, aber entscheidend
Wenn wir älter werden, nimmt das Durstgefühl ab. Das ist tückisch, denn der Darm braucht Flüssigkeit, um gut zu arbeiten. Ohne ausreichend Wasser wird der Stuhl hart und die Entleerung mühsam.
Tipps für mehr Flüssigkeit am Tag: • Stelle dir morgens eine Kanne Wasser oder Tee bereit – so hast du deinen Tagesvorrat im Blick • Trinke zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser • Ein Glas Wasser morgens auf nüchternen Magen wirkt stuhlgangfördernd • Die empfohlene Flüssigkeitszufuhr beträgt etwa 1,5 bis 1,7 Liter täglich
Wichtig: Bei Herz- oder Nierenerkrankungen besprich die richtige Trinkmenge bitte mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.
Bewegung: Sanft, aber regelmäßig
Eine mäßige körperliche Betätigung hilft. Schon kleine Bewegungseinheiten machen einen Unterschied. Zum Beispiel Spaziergänge von einer halben Stunde, Radfahren, Walken oder Wandern oder auch Gymnastikübungen helfen dem Körper.
Kleine Rituale mit großer Wirkung
Manchmal sind es die einfachen Dinge, die den Unterschied machen:
Feste Toilettenzeiten: Vielen Menschen hilft es, eine Routine einzuhalten, bei der der tägliche Toilettengang zu einer bestimmten Uhrzeit eingeplant wird. Der Körper gewöhnt sich an den Rhythmus. Die richtige Sitzhaltung: Die Sitzposition auf der Toilette kann die Darmtätigkeit positiv beeinflussen: Weit nach vorne lehnen, den Rücken gerade halten und die Füße abstützen. Ein kleiner Hocker unter den Füßen kann dabei helfen. Zeit nehmen: Zeit nehmen beim Essen, denn gut gekaut ist halb verdaut. Langsames Essen entlastet die Verdauung. Bauchmassage: Mit sanftem Druck im Uhrzeigersinn über den Bauch streichen, das kann die Darmbewegung anregen. Wann zum Arzt? Besteht eine Verstopfung über Wochen, frage am besten den Hausarzt oder die Hausärztin. Wenn du Medikamente einnimmst, kannst du zudem in der Arztpraxis fragen, ob die eingenommenen Medikamente die Verstopfung begünstigen können. Oft gibt es Alternativen.
MEHR LEISTUNG FÜR DICH
Präventionskurse
Darmgesundheit leicht gemacht! Klar, ein gesunder Lebensstil hat natürlich günstige Auswirkungen auf Deine Darmgesundheit. Speziell Bewegung, Normalgewicht und nicht rauchen wirken sich positiv aus. Wenn Du hier den inneren Schweinehund nicht alleine in den Griff bekommst such Dir gerne einen Präventionskurs in Deiner Umgebung. Nutze hierfür zum Beispiel einen Präventionskurs zur Bewegung, wir bezuschussen Dir den Kurs mit 85% der Kosten. Einfach unsere Datenbank der ZPP aufrufen, Handlungsfeld Bewegung aussuchen und deine Postleitzahl eingeben: In deiner Nähe werden alle Kurse angezeigt.